Ganz bei der Sache sein, so, dass man die Uhr vergisst. Einfach da sein und etwas mit ganzem Herzen tun. Immer, wenn mir das gelingt, bin ich glücklich und zufrieden.

“Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit ganzer Kraft.” (Dtn 6,5) Ungeteilten Herzens vor Gott da sein. Wie geht das, schafft man das? Irgendetwas beansprucht mich immer, fordert Aufmerksamkeit, zieht Energie ab, selbst wenn ich beten will.

SJ-Bild, Leopold Stübner, Detail

Ist der Anspruch nicht zu hoch, zu romantisch, einfach nicht alltagstauglich? Der Wunsch bleibt, ich sehne mich nach selbstlosen Momenten vor Gott, wo ich ganz und ausschließlich für ihn da bin. Doch wer sagt, dass solche Momente nur auf meinem Meditationshocker stattfinden können?

Wenn mein Tun selbstlos ist, dann ist es Gebet. Denn Gottes- und Nächstenliebe lassen sich im Christentum nicht trennen. Sich mit ganzer Kraft für andere einsetzen, so, dass man die Uhr vergisst. Es macht glücklich und ist eine Form des Gebets, eine alltagstaugliche!

Jesuit, Priester, Geistlicher Begleiter, Exerzitienleiter

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