Glücksbringer mit 11 Buchstaben

“Hm, … ich glaube, es geht mir um Dankbarkeit. Ich wäre gern ein dankbarer Mensch.” Mein Gegenüber spricht mir aus der Seele. Ich nicke zustimmend und merke, das Thema trifft auch bei mir den Nagel auf den Kopf: Ein dankbarer Mensch sein, das wäre schön!

Bild: Egan Snow, flickr

Mein Gegenüber holt mich aus meinen Gedanken: “Wissen Sie, … Dankbarkeit, das ist oft der erhobene Zeigefinger, das schlechte Gewissen: Du solltest aber dankbar, … dankbarer sein! Das meine ich aber nicht.” Ich frage nach: “Also, … nicht diese bekannten Schreckmomente: Meine Güte, wie geht es mir doch gut und die meiste Zeit merke ich es nicht einmal!” — “Ja, genau, all das nicht!”

Wir überlegen beide, wie fühlt sich Dankbarkeit an, die nicht als moralischer Appell daherkommt? “Hm, … ich würde es für mich so sagen: Es ist ein stilles, inneres Staunen. Dankbarkeit, … das sind Momente, in denen ich einfach ahne, … weiß, … es ist gut, wie es ist.”

“Und …” — füge ich an — “… sie macht glücklich. Leider vergesse ich das immer wieder.” Mein Gegenüber schaut neugierig. “Ja, ich hab das mal gelesen. Es ist ein ganz einfacher ‘Wortdreher’. Alle stimmen dem sofort zu: ‘Weil ich glücklich bin, bin ich dankbar.’ Aber so stimmt’s noch mehr: ‘Weil ich dankbar bin, bin ich glücklich’.”

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