“Fürchte dich nicht!”

Meine online-Bibel listet mir 74 Treffer auf, wenn ich den Satz eingebe: Fürchte dich nicht! Ich fürchte mich vor vielem. Da ist immer eine Ungewissheit, eine Sorge, eine Angst in mir, die mich unfrei macht, die mich beschäftigt.

Bild: Iva Rajovic, Detail, unsplash

Wenn ich still werde und bete, wenn ich in mich gehe, dann ist meine Sehnsucht, dass dieser Satz auch für mich zutrifft, dass er Erfahrung, Wirklichkeit wird. Gott, ein angstfreier Raum in mir. Ein Raum, der mir offen steht, wo ich erwartet werde, wo Ängste schwinden.

Warum gehe ich nicht öfter einfach dorthin? Zugegeben, es braucht etwas Zeit, ich muss erst ruhig werden auf meinem Gebetsschemel. Aber es ist wenig Zeit, verglichen mit der, wo ich mit meinen Sorgen und Ängsten alleine bleibe, ohne dass sie schwinden.

Jesuit, Priester an der Jesuitenkirche in Innsbruck, Geistlicher Begleiter, Exerzitienleiter