Corona, während die einen alle Hände voll zu tun haben, sind den anderen die Hände gebunden, sie dürfen nichts tun. So oder so, Momente der Stille tun not! Zum Auftanken oder um Sorgen und Befürchtungen nicht zu groß werden zu lassen.

Bild: Linus Nylund, unsplash

Still werden, weil es äußerlich oder innerlich turbulent zugeht. Eine kurze Anleitung:

  1. Zeitfenster: Zum Starten 10 min, wenn’s klappt den Zeitrahmen weiten, 12, 15, 20 min. Ein Timer (Handy) hilft dabei, die Uhr aus dem Blick, aus dem Sinn zu verlieren.
  2. Körperhaltung: Eine Sitzhaltung einnehmen, in der ich gut bei mir sein und frei atmen kann.
  3. Atemübung: Die Augen schließen, 2–3 min meinem Atmen nachspüren, ohne ihn zu beeinflussen. Nur wahrnehmen wie der Atem ein- und ausströmt.
  4. Ankerpunkt: Einen Bibelvers, einen Wunsch, ein Bekenntnis (z.B. “Jesus, Sohn Davids, hab erbarmen mit mir!” / “Komm, Herr Jesus, komm!” / “Jesus Christus”) leise “murmeln”, in Gedanken wiederholen.
  5. Genügsamkeit: Nicht mehr wollen als immer wieder zum Ankerpunkt zurückzufinden, sooft mich auch meine Gedanken von dort fortziehen.

Sich auf diese Übung einlassen, ist nicht die Hände in den Schoß legen. Innerlich verankert sein, hilft Ruhe zu bewahren und wer das vermag, hilft gerade allen.

Jesuit, Priester, Geistlicher Begleiter, Exerzitienleiter

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